Rammsondierungen

 

Zweck:

 

Baugrunduntersuchung, Verdichtungsprüfung, Überprüfung von Lagerungsdichte u. Konsistenz, Schichtgrenzenermittlung, Auffinden von Hohlräumen

Vorschrift: ÖNORM

Gemessen wird der Eindringwiderstand einer Sondierspitze, die mit einer definierten Rammenergie in den Untergrund gerammt wird. Gezählt wird die Anzahl der Schläge (N10) eines Fallgewichtes (G) pro 10 cm Eindringung, mit einer Fallhöhe (H) von jeweils 50 cm.

Die Sondierspitze ist auf ein Meter langen Sondierstangen (D= 16/ 20/ 22 mm) aufgeschraubt. Auf den Sondierstangen ist im Abstand alle 10 cm eine umlaufende Nut eingeritzt. Die Stangen können durch Aufschrauben zusätzlicher Stangen beliebig verlängert werden. Meist wird in eine Tiefe von 15m sondiert. In einigen Fällen kann die Sondiertiefe aber bis 35m erreichen. Sondierungen werden meist zur Ergänzung von Kernbohrungen angewandt.

Im Einsatz sind drei Typen von Rammsonden mit unterschiedlichen Spitzendurchmessern und unterschiedlichen Fallgewichten:

1.) Leichte Rammsonde (Gewicht 10 kg, Fallhöhe 50 cm) 2.) Mittelschwere Rammsonde (G= 30 kg, H= 50 cm) 3.) Schwere Rammsonde (G=50 kg, H= 50 cm)

 

Auswertung und Darstellung:

 

Die gemessenen Schlagzahlen N10 werden in Abhängigkeit von der Tiefe in ein Diagramm eingezeichnet (=Rammdiagramm).

Für einige typisierte Bodenarten gibt es in der DIN 4094 eine näherungsweise Zuordnung zwischen Schlagzahl N10 und Lagerungsdichte (locker, mitteldicht, dicht)

Mögliche Lockerzonen, aufgeweichte Bodenpartien und Anomalien im Baugrund können damit meist erkannt werden.

 

Beispiel eines Schlagzahlendiagramms

 


Referenzen Rammsondierungen

 

Untersuchung Lagerungsdichte

Untersuchung Lagerungsdichte für

  • Einfamilienhaus
  • Mehrfamilienhaus
  • Wohnanlagen
  • Gewerbebauten

Lärmschutzwände ÖBB

Rammsondierung für Strassenbau

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Referenzen Rammkernbohrungen

 

Rammkernbohrungen für Altlasten

Abtäufen von Rammkernsonde DN 80, Untersuchung für Altlasten

Rammkernbohrungen in seichten Böden (Moore, Torf etc.)

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